Vereinsgeschichte

Bereits 1985…

…schlossen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger der Jarrestadt zusammen, um in der ehemaligen Seifenfabrik auf dem Gelände von Kampnagel einen Jugendtreff einzurichten. Leider ließ die Baubehörde diese „Seifenblase“ schnell platzen. Mehr Erfolg hatte 1989 die „Tempo-30-Initiative“, die durch konsequenten, gemeinsamen Einsatz die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone in der Großheidestraße erreichte. Durch diesen Erfolg motiviert, wurde noch im Herbst desselben Jahres der „Arbeitskreis Jarrestadt-Leben“ gegründet. Neben Bewohnerinnen der Jarrestadt wirkten hier auch Institutionen mit wie die örtliche Kirchengemeinde (Epiphanien), das Spielhaus-Jarrestadt und die KITAS im Stadtteil. Dieser Kreis wird auch heute noch immer dann aktiv, wenn es gilt, etwas für die Menschen im Stadtteil gemeinsam zu planen und durchzuführen.

Aus der einstigen Initiative „Arbeitskreis Jarrestadt-Leben“…

…ging Anfang der 90er Jahre der eingetragene Stadtteilverein „Jarrestadt-Leben e. V.“ hervor. Er veröffentlichte im Februar 1990 die erste Ausgabe der Stadtteilzeitung „411“. Sie lag kostenlos zum Mitnehmen in den Läden der Jarrestadt aus. Finanziert wurde sie durch Spenden von Bürgerinnen und Bürgern sowie kleinen Betrieben im Stadtteil. Die „411“ berichtete über stadtteilkulturelle Belange und andere kommunale Themen. Im Archiv finden Sie einige Ausgaben. Seit 1999 ist ein Schwerpunkt des Vereins die Trägerschaft des „Jugendtreffs-Jarrestadt“ am Kaemmererufer 23. Nur ein Jahr später übernahm der Verein auch die Trägerschaft für den Mädchentreff in der Bachstraße 98. Auch heute noch betreut und verwaltet der Vorstand des Vereins diese Jugendeinrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Hier können Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil selbstbestimmt ihre Freizeit gestalten, begleitet von Sozialpädagoginnen und Erziehern. Die stete Sorge um eine auskömmliche Finanzierung und der Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellen einen Schwerpunkt der Arbeit für den Vereinsvorstand dar. Ein weiterer wichtiger Bereich der Vereinsarbeit ist die Durchführung von gemeinschaftlichen und kulturellen Angeboten. So gab es einige Jahre lang in Kooperation mit der Kirchengemeinde im Stadtteil sogenannte Tanz-Tee-Veranstaltungen und seit ein paar Jahren veranstaltet ein Vereinsmitglied in Kooperation mit der Epiphaniengemeinde einmal monatlich ein Wunschkonzert für die Senioren (mit Gesang und Quiz im Gemeindesaal der Stadtteilkirche), das sich großer Beliebtheit erfreut.

Ein besonderes Anliegen …

…sind dem Verein außerdem die Stadtteilfeste zur Belebung der Nachbarschaft. Das erste große Fest wurde 1990 anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Jarrestadt veranstaltet. Seitdem organisieren wir wir alle zwei bis drei Jahre ein Stadtteilfest, mal im Meerweinpark vor der Stadtteilschule, mal auf der Großheidestraße, mal am Jugendtreff und – in Kooperation mit der Gemeinde — um das Kirchengelände herum. Die Kirche sorgt dabei traditionell für die Kaffee- und Kuchentafel, das Spielhaus organisiert die Vergnügungen für Kinder, die Vertreter der Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerer Genossenschaft beteiligen sich ebenso wie die KITAS und manchmal auch der Sportverein VFL93. Das nachbarschaftliche Miteinander in der Jarrestadt lebt vom Engagement vieler ehrenamtlich tätiger Menschen, ohne die diese Veranstaltungen gar nicht möglich wären. Der Verein bietet dafür die Plattform, auf der sie alle zusammenkommen können. Außerdem stehen wir der Geschichtswerkstatt des Stadtteils, dem Jarrestadt-Archiv, nahe und teilen uns mit diesem die Räumlichkeiten, in direkter Nachbarschaft mit dem Gemeindehaus der Kirchengemeinde im Stadtteil. Wir bringen uns darüber hinaus in stadtteilrelevanten Fragen ein wie der Gestaltung des Jarreplatzes sowie der Brücke über den Osterbekkanal. Unser nächstes „Großprojekt“ ist ein ganztägiges Fest auf der Jarrestraße, die an dem Tag für den Autoverkehr gesperrt wird. In Zusammenarbeit mit dem tagewerk.jarrestadt und wieder gemeinsam mit der Epiphaniengemeinde und dem „Spielhaus Jarrestadt“ sowie in Kooperation mit Kampnagel und weiteren Aktiven soll Anfang Juni ein großes Straßenfest mit Flohmarkt und Open-Air-Bühne auf die Beine gestellt werden.